Das Berufsbild des Maler- und Lackiererhandwerks

Wappenpferd

Das Maler- und Lackiererhandwerk zählt mit seinen 40.000 Betrieben und 225.000 Beschäftigten zu den vielseitigsten Handwerksberufen. Der tägliche Umgang mit dem Medium Farbe bietet nicht nur reiche Abwechslung, sondern fördert auch Kreativität.

Das Arbeitsgebiet ist weit gefächert und reicht von der Beschichtung von Bauwerken, technischen Anlagen, Fahrzeugen bis zu zahlreichen Spezialaufgaben für den Schutz und die Erhaltung von Sachwerten. Dazu muss man eine Menge von Fertigkeiten und Fachkenntnissen erlernen, die als Auszubildender innerhalb von drei Jahren vermittelt werden.

Neben Lackierungen und Beschichtungen auf Holz, Metall und mineralischen Untergründen werden vom Maler und Lackierer z.B. Fußbodenversiegelungen, Betonoberflächen-Instandsetzungen, Wärmeverbundsysteme, korrosionsschützende Beschichtungen und die Lackierung von Fahrzeugen ausgeführt.

Die Gestaltung und Ausführung von Schriften, Schildern, Zeichen und Schmuckformen erfordert besonderes handwerkliches Können. Bei der Ausführung denkmalpflegerischer Arbeiten in Kirchen, Fachwerkbauten, usw. trägt man als Maler und Lackierer hohe Verantwortung, dazu muss man Handwerkstechniken perfekt beherrschen. Durch Markierungsarbeiten auf Straßen und Parkplätzen leistet man einen sinnvollen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Einen wesentlichen Beitrag zur Verschönerung von Wohnungen erreicht man durch das Kleben und Spannen von Wand- und Bodenbelägen. Als Maler und Lackierer ist man Spezialist für Farbe. Man setzt farbige Akzente im Stadtbild, in der Wohn- und Arbeitswelt.

Durch systematische und umfassende Ausbildung weiss man, welcher Beschichtungstoff auf welchem Untergrund wie eingesetzt werden muss und verarbeitet ihn im Streich-, Roll- oder Spritzverfahren. Bereits während der Ausbildung wird man mit den wichtigsten Bestimmungen des Arbeits- und Umweltschutzes vertraut gemacht und bekommt damit ein Basiswissen für den richtigen Umgang mit den Beschichtungsstoffen und das Verhalten am Arbeitsplatz.

Aus dem Arbeitsalltag ergibt sich ein häufiger Wechsel des Arbeitsortes und der Tätigkeiten. Das bringt ständig neue, interessante Kontakte mit anderen Menschen und Anregungen in neuer Umgebung.

Als Maler und Lackierer stehen einem neben der Ausbildung der Gesellenprüfung viele Wege für das berufliche Fortkommen offen.

Neben der Mitarbeit als Geselle in einem Betrieb kann man durch ein umfangreiches Fortbildungsangebot zu Vorarbeiter, Baustellenleiter und Meister aufsteigen. Neben den Lehrgängen der Berufsorganisation kann man zwischen Berufsakademien, Meister- oder Fachhochschulen wählen, um auf der Leiter zum Erfolg weiterzukommen. Hierbei gilt der Grundsatz: Je umfassender und gründlicher die Aus- und Weiterbildung ist, desto größer sind die Chancen, im Beruf Auskommen und Zufriedenheit zu finden. Als Maler und Lackierer werden mit die höchsten Tariflöhne gezahlt.

Man ergreifst einen modernen Beruf mit langer Tradition, bei dem der Fortschritt groß geschrieben wird. Man wird nicht nur mit Pinsel und Farbtopf arbeiten. Längst gehören Spritzpistolen, Schleifmaschinen, Hochdruck-Reinigungsgeräte, Kleistermaschinen und andere Hilfsmittel zum Arbeitsalltag. All dies und die vielfältigen Techniken machen den Beruf des Malers und Lackierers zu einem der wichtigsten und abwechslungsreichsten Berufe im Handwerk.

Mit Tüchtigkeit und persönlichem Einsatz kann man nach der Meisterprüfung den Schritt zum selbständigen Unternehmer tun.

Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich auch als technischer Betriebsleiter in einem Malerbetrieb, Fachberater in Industrie und Handel, Ausbildungsleiter oder Lehrgangsleiter-in der Berufsorganisation.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Als Maler und Lackierer sollte man Freude an Farben und Farbtönen haben. Während der Ausbildung wird man lernen, wie man Farbtöne perfekt mischt, um sie an bestehende Farben anzupassen. Man sollte auch gute Kenntnisse im Rechnen haben. Man muss später z.B. ausrechnen können, welche Fläche eine Wand hat und wieviel Beschichtungsmaterial man dafür benötigt. Natürlich muss man vor allem handwerkliches Geschick mitbringen. Von einem Maler wird erwartet, dass er sowohl mit hauchdünnem Blattgold, als auch in der Betonsanierung arbeiten kann. Nicht zu vergessen ist die Kreativität. Als Maler muss man die Wohnräume aller Kunden gestalten können.

Wie sieht die Berufsausbildung aus?

Der Malerberuf ist ein Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung. Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt im wesentlichen in Handwerksbetrieben und in der Berufsschule. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich. Neben der Ausbildung zum Maler, gibt es auch noch den Ausbildungsschwerpunkt: Fahrzeuglackierer.

Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung gibt es eine Reihe beruflicher Ausübungsmöglichkeiten. Als Maler und Lackierer kann man im Oberflächenschutz, für Tapezierarbeiten, für Dämmarbeiten, für Restaurationsarbeiten usw. arbeiten.

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